Neue Perspektiven, spannende Begegnungen und unvergessliche Momente.
Eine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener der Taekwondo-Abteilung des TSV 1860 Ansbach e. V. verbrachte zum ersten Mal eine Woche im nordspanischen Dorf Ortilla und der Umgebung. Zusammen mit Mitgliedern des Vereins Asociación Amigos de Ortilla absolvierten sie gemeinsame Sporteinheiten und lernten die spanische Kultur kennen. Besonders beeindruckte sie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Spanierinnen und Spanier. Das Ziel der Reise war es, Kontakte zu knüpfen, um einen längerfristigen Austausch zu initiieren. Die Auftaktveranstaltung mit der Fahrt der Ansbacher nach Spanien wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP).
Gleich zu Beginn des Austausches gab es mit dem Dorffest in Ortilla einen Höhepunkt und eine gute Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen. Am Abend traten deutsche und spanische Jugendliche und Erwachsene in verschiedenen traditionellen aragonesischen Straßenspielen gegeneinander an. „Auch wenn die Sprache eine Herausforderung war und wir nicht alles gleich verstanden haben, hatten wir viel Spaß!“ so eine unserer Teilnehmerinnen, die bei einem Spiel sogar den ersten Platz belegte. Eine andere konnte in ihrer Altersklasse den zweiten Platz ergattern. Bei dem Fest gab es viele regionale Köstlichkeiten, die wir uns schmecken ließen.
Der örtliche Bürgermeister Carlos Ciria Mallada begrüßte die Ansbacher sehr herzlich und stellte seine Region vor, indem er über spannende historische Fakten berichtete. Die ortillanischen Jugendlichen führten uns, „los alemanes“ durch das Dorf und zeigten uns voller Stolz die Kirche, das Schwimmbad und sogar das Haus, in dem wohl „die Zahnfee“ wohnt. Exklusiv für die Besucher aus Deutschland öffnete der Besitzer eines Anwesens aus dem 18. Jahrhundert seine Türen. Er ermöglichte uns einen Einblick in die Geschichte des Hauses und damit in die des Dorfes. Beeindruckend waren die dicken Steinwände, die historischen Geräte (z. B. Nähmaschinen aus verschiedenen Jahrhunderten, Geräte zur Weinherstellung) und die vielen Dinge, die der Besitzer im Haus ausgestellt hatte. Wir konnten die verschiedenen Räumlichkeiten besichtigen und so die geschichtliche und technische Weiterentwicklung des Hauses und der dort noch lebenden Familie nachvollziehen.
Bei einer Wanderung zu einem bekannten Aussichtspunkt in den Vor-Pyrenäen sahen wir nicht nur beeindruckende Felsformationen, sondern auch die Nistplätze verschiedener Geier-Arten. Bei einer weiteren Exkursion erfuhren wir weitere verblüffende Fakten über in Spanien lebende Tiere, wie zum Beispiel die Wegmarkierung der Dachse durch Duftstoffe an Kiefernzapfen und die Zugrouten der Kraniche. Viel Freude hatten wir in unserer Unterkunft mit „Udo Zorro“, einem jungen Fuchs, der uns in Abständen besuchte und mit uns spielen wollte. Interessant war für uns, dass es in Spanien seit 1978 keine Tollwut mehr gibt.
Nach dem gemeinsamen Fußballspiel am letzten Abend waren alle Beteiligten traurig, dass die Zeit so schnell vergangen war. „Es war echt toll, danke für die schöne Zeit! Ich freue mich schon auf das nächste Mal!“, „Es war ein unvergessliches Erlebnis!“ „Durch den Austausch und den Kontakt mit den Mitgliedern unseres Partnervereins lernten wir das Leute und das Land viel besser kennen, als es als Tourist möglich gewesen wäre!“
Die VR-Bank Mittelfranken eG unterstützte das Projekt ebenfalls mit einer Geldspende.
Wir sagen „Danke“ an unseren Partnerverein in Spanien, Asociación amigos de Ortilla, für die Unterstützung und die vielen schönen gemeinsamen Erlebnisse! Es bleiben die unvergesslichen Momente und die Vorfreude auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr in Ansbach.
(Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMBFSFJ dar. Die Verantwortung für den Inhalt der Veröffentlichung liegt bei der Autorin.)