So richtig geradlinig war sie nicht, die Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison. Beachsaison hier, Urlaub dort – und zwischendrin immer wieder Training in wechselnden Kleingruppen. Umso gespannter war man auf die ersten Testspiele.
Den ersten kleinen Fingerzeig gab es gegen den TV Erlangen aus der 3. Liga. Mit Marlene Maruhn und Leonie Hirschmann standen dabei auch zwei ehemalige Ansbacherinnen auf der anderen Netzseite. Das neu formierte Team ließ sich davon allerdings wenig beeindrucken und legte von Beginn an einen mutigen Auftritt hin. Am Ende trotzte man dem favorisierten Drittligisten ein 2:2 ab. Noch ohne Anna Lehmphul, dafür mit allen Nachwuchsspielerinnen, war das Ergebnis durchaus eine Überraschung – vor allem aber machte die Art und Weise Lust auf mehr. Auf dem Feld stimmte die Chemie, neben dem Feld sowieso. Gute Stimmung, viel Kommunikation und ein ausgeprägtes Miteinander prägten den Auftritt. Für ein Team, das sich erst noch richtig finden muss, ein ziemlich vielversprechender Anfang.
Eine Woche später ging es nach Ludwigsburg – diesmal nahezu in voller Besetzung. Lediglich Adära Murawski weilte noch in Schweden und wird erst zur Rückrunde zum Team stoßen. Die Trainingswoche zuvor hatte ihre Spuren hinterlassen. Das Spielsystem saß besser, der eigene Angriff wurde variabler und vor allem das Aufschlag- Annahmespiel wirkte zunehmend stabiler. Headcoach Armin Hoefer und Co-Trainer Timo Kretschmann nutzten das Turnier gleichzeitig zum munteren Durchwechseln. Unterschiedliche Formationen, gleiche Spielanteile ausprobieren, testen, Erfahrungen sammeln. Das funktionierte erstaunlich gut: Der Weg führte bis ins Finale. Dort wartete mit dem SV Hahnbach ausgerechnet ein Ligakonkurrent. Erst im Tiebreak musste sich das Ansbach geschlagen geben.
Damit hatte die Mannschaft innerhalb kürzester Zeit einen deutlichen Entwicklungsschritt gemacht. „Zusammenfinden“ ist bei einem neu formierten Team schließlich immer leichter gesagt als getan. Hier scheint es dagegen ziemlich flott zu gehen. Gerade der Zusammenhalt und die Stimmung innerhalb der Mannschaft stimmen optimistisch. Dass in der Regionalliga trotzdem eine anspruchsvolle Aufgabe wartet, ist allen Beteiligten klar.
Den letzten Feinschliff gab es am vergangenen Wochenende im abschließenden Trainingslager. Noch einmal wurde konzentriert gearbeitet. Themen, die in der bisherigen Vorbereitung etwas zu kurz gekommen waren, standen ebenso auf dem Programm, wie zahlreiche Spielflussübungen und die Wiederholung der Basics. Denn bekanntlich gewinnt man zwar keine Spiele mit Basics allein, verlieren kann man sie damit aber ziemlich zuverlässig.
Jetzt wird aus Vorbereitung Ernst. Gleich zum Saisonauftakt wartet am Samstag um 18.00 Uhr mit den FC-DJK Tiefenbach auswärts ein Team, das sicherlich wieder zum Favoritenkreis zählen dürfte. Für das neu zusammengestellte Team also gleich eine ordentliche Standortbestimmung – vielleicht gar nicht schlecht, um ohne lange Anlaufzeit in der Regionalliga anzukommen. Die Spiele in der abgelaufenen Saison konnte Ansbach gegen den letztjährigen Tabellendritten jeweils im Tiebreak für sich entscheiden.









