Mit glänzenden Silbermedaillen kehrten Sophia Botsch vom TSV 1860 Ansbach und ihre Partnerin Samira Winkler vom TV Dingolfing von der Bayerischen Meisterschaft im Beachvolleyball zurück.
Der Saisonhöhepunkt fand dieses Jahr nicht wie gewohnt in München sondern in Kleinweidach im Landkreis Altötting statt. Der Ausrichter schuf eine mitreißende Atmosphäre. Die Zuschauer standen dicht an den Feldern, und die Stimmung war über beide Turniertage hinweg hervorragend.
Botsch/Winkler reisten mit starken Ergebnissen aus der Saison 2026 an und waren auf Platz drei gesetzt. Sie spielten sich am ersten Turniertag ohne Niederlage durch die Vorrunde (2:0 gegen Ittlinger/Schweiger: DJK SB München Ost, 2:1 gegen Drath/Krippahl: DJK SB München Ost). Im Viertelfinale warteten die auf Platz zwei gesetzten Spielerinnen Carlotta Fleischmann und Antonia Herpich, gegen die Botsch/Winkler zwei Wochen zuvor in Kempten knapp verloren hatten. Diesmal ließen sie nichts anbrennen. Hochkonzentriert, druckvoll und mit klarer Linie entschieden sie das Duell mit 21:12/21:14 für sich. Im Halbfinale hatte man die Paarung Brandstetter/Gantner (TSV Mühldorf/DJK SB München Ost zum Gegner. Auch diese Aufgabe löste Botsch/Winkler abgeklärt (21:18/21:14). Im Finale standen ihnen die Zwillingsschwestern Kathrin Kuhn und Kristin Standhardinger (ASV Dachau – Setzliste Platz 4) gegenüber; ein Duo, das sie in den vergangenen zwei Jahren bereits sechsmal besieg hatten. Der erste Satz verlief zunächst völlig offen, ehe sich Botsch/Winkler absetzen konnten und mit 21:17 gewannen. Doch im zweiten Satz drehten die Dachauer Zwillinge auf, fanden plötzlich zu einer nahezu fehlerfreien Linie und entschieden den Durchgang mit 21:14 für sich. Im Entscheidungssatz spielten Kuhn/Standhardinger groß auf. Ab dem 4:4 übernahmen sie die Führung, die sie konsequent ausbauten. Mit 15:7 holten sie sich den Titel und Botsch/Winkler die Bayerische Vizemeisterschaft.

Aus Ansbacher Sicht gab es einen weiteren Grund zur Freude: Magdalena Hofmann erspielte gemeinsam mit ihrer Partnerin Aline Bühl vom TSV Eintracht Rottenberg einen starken 7. Platz.
Trotz der Finalniederlage ist der zweite Platz für Botsch/Winkler ein herausragender Erfolg und eine weitere Steigerung gegenüber dem dritten Platz im Vorjahr. Besonders bemerkenswert ist, wie viel Herzblut und Professionalität die beiden Spielerinnen neben Studium und Beruf einbringen: Samira Winkler studiert in Regensburg, Sophia Botsch arbeitet im 200 Kilometer entfernten Würzburg. Die Vizemeisterschaft zeigt: Botsch/Winkler gehören zu den besten Teams Bayerns – und sie haben noch längst nicht genug…
[Bilder von Jochen Haider]


