Auch wenn der Abstieg in die LandesligVersöhnlicher Saisonabschluss – „Second Ladies“ bezwingen Bamberg im Tiebreak
Auch wenn der Abstieg in die Landesliga vor dem letzten Spieltag bereits feststand, wollte sich die zweite Damenmannschaft des TSV Ansbach, wie bereits im Vorbericht angekündigt, noch einmal von ihrer besten Seite zeigen und dem Favoriten BSV 98 Bamberg Paroli bieten. In einer, bis zum letzten Ballwechsel spannenden Begegnung gewann Ansbach gegen den Tabellenfünften mit 3:2. Headcoach Stephan Schröder stand ein Kader von lediglich sieben Spielerinnen zur Verfügung. Dies veranlasste ihn auch, die „gelernte Zuspielerin“ Carolin Schäfer erstmals auf die Außenposition zu stellen, was sie mit Bravour meisterte. Des weiteren schickte er Elena Hoherz (Zuspiel), Nicole Böhmländer, Vera Marchegiani (Mittelblock), Lara Baumann (Diagonal) und Coralie Pauli (Außenangriff und Annahme) aufs Feld. Wie gewohnt stand Aljana Rutkowski auf der Position der Libera. Ansbach konnte sich im ersten Satz zwischenzeitlich mit 17:11 absetzen. Die Gäste kämpften sich nochmals auf 21:19 heran, als Pauli beim Stande von 22:19 mit drei Angaben in Folge – davon zwei Netzroller und ein kurz platzierter Aufschlag – den 25:19 Satzgewinn perfekt machte. Im zweiten Satz ließ der Gastgeber die notwendige Konstanz vermissen. Schwächen in der Annahme und weitere individuelle Fehler führten zu einer 14:25-Niederlage. Dies setzte sich auch im dritten Satz fort. Durch Eigenfehler in entscheidenden Phasen hatte das Team um Mannschaftsführerin Böhmländer mit 20:25 das Nachsehen. Bayreuth gelang es, vor allem mit platzierten Longline-Bällen zu überzeugen. Im vierten Satz ging Ansbach schnell mit 4:0 in Führung. Zuspielerin Hoherz bediente ihre Außenangreiferinnen Pauli und Schäfer sowie Baumann auf der Diagonalen mit schnellen, variablen Bällen. Im Mittelblock entschärften Böhmländer und Marchegiani den gegnerischen Angriff und letztere sorgte selbst im Angriff für wichtige Punkte. Mit Rutkowski verfügte der Gastgeber über eine agile Libera, die zusammen mit Hoherz für eine zuverlässige Blocksicherung sorgte. Mit einem 25:15-Satzsieg glich Ansbach zum 2:2 Zwischenstand aus, sodass die Entscheidung im Tiebreak fallen musste. Zunächst war Bayreuth die tonangebende Mannschaft und ging mit 5:2 und 12:7 in Führung. Doch die „jungen Wilden“ gaben sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen. Es kam zu langen, hart umkämpften Ballwechseln, die auch die Zuschauer begeisterten. Ansbach glich zum 13:13 aus. Den Sieg machten die beiden Jüngsten im Team perfekt. Baumann punktete durch einen hart platzierten Schmetterball und Hoherz ließ dem Gegner mit einem Aufschlagass keine Chance. Betrachtet man die Tatsache, dass während des gesamten Spiels aufgrund der dünnen Personaldecke alle Spielerinnen durchspielen mussten, so ist dieser Sieg gegen den Tabellenfünften besonders hoch zu bewerten.
Ansbach spielte mit: Nicole Böhmländer, Elena Hoherz, Carolin Schäfer, Aljana Rutkowski, Coralie Pauli, Lara Baumann, Vera Marchegiani.



