Tischtennis-Herren des TSV Ansbach gewinnen in Hilpoltstein und gegen Wohlbach – Jetzt auf Platz drei der Verbandsoberliga von CHRISTIAN TREFFER
ANSBACH – Die Tischtennis-Herren des TSV Ansbach kommen so richtig in Fahrt: Am Wochenende glückte Seifert & Co. mit den Siegen beim TV Hilpoltstein III (8:2) und gegen den TTC Wohlbach (7:3) ein „Doppelsieg“, der das Team auf Rang drei der Verbandsoberliga katapultierte.
Nach dem fulminanten Heimtriumph gegen den TTC Wohlbach hätte die Laune in der unteren Platen-Turnhalle auf Ansbacher Seite nicht besser sein können. Während das überwiegend aus tschechischen Akteuren zusammengestellte Gäste-Team gerade noch seine Schläger wegpackte, feierten die Spieler des TSV ihren Erfolg zusammen mit zahlreichen jugendlichen Zuschauern des Vereins, die der Sonntags-Partie zunächst eine schöne Kulisse verliehen hatten und sich nachher am gemeinsamen „Rundlauf“ mit ihren Vorbildern erfreuten.
In der sechsten Partie der Saison hatte das Ansbacher Team endlich seine Heimpremiere in der neuen Verbandsoberliga-Runde feiern dürfen – fünf Auswärtsspiele am Stück sind schon reichlich ungewöhnlich in einer Tischtennis-Spielzeit, zumal es sich vor eigenen Fans und auf eigenen Tischen einfach am besten spielen lässt, war man sich beim TSV einig. Gegen die mit drei tschechischen Akteuren angereisten Oberfranken, darunter der langjährige Zweitligaspieler des TTC Fortuna Passau, Martin Pytlik, legte das TSV-Quartett schon in den Doppeln los wie die Feuerwehr und bildete durch Siege von Marcel Seifert und Julian Roth sowie Johannes Roth und Dietmar Weger gleich zum Auftakt die Basis für den umjubelten Erfolg.
Pytlik, inzwischen 57 Jahre alt, zeigte zum Start der Einzelrunden dann seine Klasse und Routine, indem er Ansbachs Nummer eins Johannes Roth mit kraftvollem Spiel recht sicher in vier Sätzen das Nachsehen gab. Da sich auch Marcel Seifert dem im Einzel überragenden Gäste-Spitzenspieler Tomas Flicek beugen musste, konnte Wohlbach zügig zum 2:2 ausgleichen. Doch im zweiten Paarkreuz war Ansbach wieder obenauf und bog nach starken Vorstellungen von Julian Roth und Dietmar Weger, die jeweils in vier Sätzen erfolgreich waren, auf die Siegerstraße ein.
Seifert schlägt Ex-Zweitligaspieler Pytlik
Im Spitzeneinzel musste sich Johannes Roth dem überragenden Flicek trotz großen Einsatzes geschlagen geben, ehe die Stunde von Marcel Seifert schlug: Der Linkshänder spielte gegen den mit allen Wassern gewaschenen Pytlik stark auf und verwickelte den muskulösen Tschechen in viele Rallyes aus der Halbdistanz. Diese intensiven Ballwechsel führten auch dazu, dass Pytlik in den fünf Sätzen einige „Körner“ lassen musste. Auf der Gegenseite behielt Seifert kühlen Kopf, zeigte starke Topspins, Blocks und Aufschläge, was letztlich zu einem verdienten Erfolg im finalen Durchgang führte.
Ansbach war nun endgültig am Drücker: Für die Entscheidung sorgte Julian Roth, der sich gegen Lukas Soucek zu seiner wohl besten Saisonleistung aufschwang und gegen den knallhart angreifenden Tschechen mit zahlreichen Rückhand-Eröffnungsspins und nachgelegten Vorhand-Gewinnschlägen sowie tollem Blockspiel in vier Durchgängen erfolgreich war. In überragender Form präsentierte sich auch Routinier Dietmar Weger, der gegen Tim Firley, dem einzigen deutschen Spieler auf Seiten der Gäste, ein Feuerwerk aus Spins, Blocks und „Schüssen“ ablieferte und damit für den beeindruckenden Schlusspunkt der Heimpremiere sorgte.
Bereits am Tag zuvor hatte das Ansbacher Team schon überrascht und bei der dritten Garnitur des Zweitligisten TV Hilpoltstein einen in dieser Höhe nicht erwarteten 8:2-Auswärtssieg eingefahren. Nach zwei Erfolgen in den Doppeln gelangen Marcel Seifert, Johannes Roth und Julian Roth in der ersten Einzelrunde gleich drei Triumphe im Entscheidungssatz, was letztlich den Ausschlag für den TSV gab.
Spiel- und nervenstark zeigte sich auch Dietmar Weger, der in vier Durchgängen die Nase vorne hatte, sodass die Entscheidung überraschend früh fiel. Hilpoltstein verbuchte in Person von Noah Heidemann und Mark-Richard Forgacs zwar zwei Einzelpunkte, doch Marcel Seifert und Dietmar Weger schraubten die Ansbacher Ausbeute noch auf acht Zähler.
Spitzenspiel am 29. November gegen TTC Rugendorf
Nach dem Doppel-Spieltag können die Ansbacher Tischtennis-Cracks nun erst einmal durchatmen und treffen dann am Samstag, 29. November, in der unteren Platen-Turnhalle auf den Tabellen-Zweiten TTC Rugendorf – ein echter Härtetest für Seifert & Co. Nach dem unglücklichen Saisonstart mit der Niederlage beim Aufsteiger DJK Sparta Noris Nürnberg ist man voll angekommen in der Saison und darf sich nun auf dieses Highlight freuen.
Ergebnisse gegen TV Hilpoltstein III (8:2): Heidemann/Korn – Seifert/Ju. Roth 1:3, Neumann/Forgacs
– Jo. Roth/Weger 1:3, Heidemann – Seifert 2:3, Neumann – Jo. Roth 2:3 (5. Satz: 10:12), Forgacs –
Weger 1:3, Korn – Ju. Roth 2:3 (5. Satz 10:12), Heidemann – Jo. Roth 3:0, Neumann – Seifert 0:3,
Forgacs – Ju. Roth 3:2, Korn – Weger 0:3.
Ergebnisse gegen TTC Wohlbach (7:3): Seifert/Ju. Roth – Pytlik/Soucek 3:0, Jo. Roth/Weger –
Flicek/Firley 3:2, Jo. Roth – Pytlik 1:3, Seifert – Flicek 1:3, Ju. Roth – Firley 3:1, Weger – Soucek 3:1, Jo.
Roth – Flicek 0:3, Seifert – Pytlik 3:2, Ju. Roth – Soucek 3:1, Weger – Firley 3:0.
Foto:
Überzeugend: Julian Roth (beim Aufschlag) und Marcel Seifert holten mit dem TSV Ansbach gleich
zwei Siege an einem Wochenende. Foto: Christian Treffer
