Verbandsoberliga: Tischtennis-Herren des TSV Ansbach erkämpfen sich 5:5 im Spitzenspiel gegen
TTC Rugendorf – Kapitän Seifert muss verletzt aufgeben
von CHRISTIAN TREFFER

ANSBACH – Das hart erkämpfte Remis im Spitzenspiel gegen den TTC Rugendorf war für die
Tischtennis-Spieler des TSV Ansbach in der Verbandsoberliga sicherlich ein Erfolg. Trotz eines 3:5-
Rückstandes und der Meniskusverletzung von Marcel Seifert konnte man noch verdient ausgleichen.
Jedoch droht der Kapitän nun länger auszufallen.
Im Doppel hatte es sich schon angedeutet: Seifert zeigte an der Seite von Julian Roth eine tolle
Vorstellung und rang die beiden Spitzenspieler der Gäste, Holan und Hegenbarth, trotz der Einschränkung
mit 13:11 im Entscheidungssatz nieder. Der schmerzende Meniskus zwang ihn jedoch dann im ersten
Einzel früh zur Aufgabe, sodass seine beiden Matches quasi kampflos an die Gäste aus Oberfranken
gingen. Nach der 2:0-Führung aus den Doppeln, für die Johannes Roth und Dietmar Weger mit einem
glatten Sieg gegen Kuchar und Sochor gesorgt hatten, war der TSV damit auf Schadensbegrenzung aus
und belohnte sich am Ende noch mit einem mehr als verdienten Punktgewinn.
Wie schon beim letzten Heimspiel gegen Wohlbach waren auch auch beim jüngsten Heimspiel wieder ein
paar Autos mit tschechischen Kennzeichen vor der Platen-Turnhalle geparkt. Erneut trat das Gäste-Team
mit drei Akteuren aus dem Nachbarland an, dazu gesellte sich an Position zwei der Bundesliga-erfahrene
Jürgen Hegenbarth. Dieser hielt zum Auftakt der Einzelrunden Johannes Roth in drei intensiven Sätzen
nieder und profitierte später davon, dass Seifert zur Partie gegen ihn nicht mehr antreten konnte. Da
Rugendorfs Nummer eins Pavel Holan auch das Duell der beiden Top-Akteure gegen Johannes Roth in
vier Durchgängen gewann, kam es an diesem Tag insbesondere auf das zweite Paarkreuz der Ansbacher
an.
In der ersten Einzelrunde musste sich Routinier Dietmar Weger trotz guter Vorstellung noch mit 11:13 im
fünften Satz gegen Jan Kuchar geschlagen geben. Doch ansonsten hielten sich der Routinier und Julian
Roth in ihren Matches gegen Miroslav Sochor und Kuchar, dem Roth mit einer konstant starken
Performance den Zahn zog, schadlos. Damit konnte der TSV einen 3:5-Rückstand noch erfolgreich
egalisieren. Weger brachte den fünften Ansbacher Zähler mit einem knappen Viersatzerfolg gegen Sochor
nach Hause. Roth spielte wie schon gegen Wohlbach beeindruckend und fast fehlerfrei auf, was ihm zwei
klare Dreisatzerfolge bescherte.
Der TSV Ansbach hat nun erst einmal Spielpause bis zum 13. Dezember und hofft darauf, dass sich die
Meniskusverletzung von Marcel Seifert als Nummer zwei und Führungsspieler als nicht zu folgenschwer
erweist. In der Auswärtspartie in der Oberpfalz – Kümmersbruck gehört eher zu den Abstiegskandidaten
der Liga – hat man im Lager des TSV nämlich wieder einen Sieg eingeplant.
Ergebnisse: Seifert/Ju. Roth – Holan/Hegenbarth 11:8, 8:11, 8:11, 11:9, 13:11; Jo. Roth/Weger –
Kuchar/Sochor 11:6, 11:5, 11:7; Jo. Roth – Hegenbarth 9:11, 9:11: 5:11; Seifert – Holan 5:11, Aufgabe
Seifert; Ju. Roth – Sochor 11:4, 11:2, 11:6; Weger – Kuchar 11:6, 9:11, 11:5, 4:11, 11:13; Jo. Roth –
Holan 11:13, 7:11, 11:7, 6:11; Seifert – Hegenbarth kampflos für Rugendorf; Ju. Roth – Kuchar 11:8,
12:10, 11:3; Weger – Sochor 11:8, 9:11, 11:9, 11:9.
Foto:
Spielfreudig: Johannes Roth (l.) und Dietmar Weger holten mit dem TSV Ansbach im Spitzenspiel
gegen Rugendorf ein wertvolles Remis. Fotos: Christian Treffer
