Tischtennis

Auswärtsreise ohne echte Siegchance Tischtennis-Verbandsoberliga: Herren des TSV 1860 Ansbach unterliegen beim TTC Wohlbach und TTC Rugendorf mit 2:8 und 3:7

von CHRISTIAN TREFFER

ANSBACH – Ohne das letztjährige Spitzenduo Jan Schubert und den verletzten Marcel Seifert müssen
die Tischtennis-Herren des TSV 1860 Ansbach vorerst kleinere Brötchen backen. In den schweren
Auswärtspartien gegen den TTC Wohlbach und beim Tabellenzweiten TTC Rugendorf musste sich das
Verbandsoberliga-Team recht klar mit 2:8 und 3:7 geschlagen geben.
Der Doppelspieltag mit den beiden Begegnungen in Oberfranken führte den TSV zunächst zum
„Verfolger“ TTC Wohlbach, der in dem Duell einmal mehr auf seine drei tschechischen Akteure Tomas
Flicek, Martin Pytlik und Lukas Soucek vertraute. An Position vier rückte bei den Gastgebern Georg
Neugebauer ins Team, während auf Ansbacher Seite erneut Lukas Reindler für Unterstützung sorgte. In
den Doppeln konnten die Markgrafenstädter noch mithalten und durch Weger/Reindler punkten, die mit
11:9 im fünften Satz gewannen. Die beiden Roth-Brüder mussten sich in vier Durchgängen geschlagen
geben. Trotz aller Gegenwehr musste der TSV in den Einzeln aber dann erst einmal die Überlegenheit der
stark aufspielenden Wohlbacher akzeptieren, die durch ihr tschechisches Trio zu drei souveränen Siegen
gegen Julian Roth, Johannes Roth und Lukas Reindler kamen. Für den ersten Einzelpunkt der Gäste
sorgte Routinier Dietmar Weger, der Neugebauer mit sicherem Block- und Spinspiel jederzeit im Griff
hatte.
In der zweiten Einzelrunde fand das Ansbacher Team dann deutlich besser in die Partie und konnte die
Matches offener gestalten. Die beiden Roth-Brüder zeigten gegen Flicek und Pytlik ihr Können und
lieferten sich viele sehenswerte Ballwechsel, am Ende hatten ihre starken Kontrahenten aber doch die
Nase vorne. Zum Ausklang fand dann auch Weger in seinem „Lieblingsgegner“ Soucek diesmal seinen
Meister und Reindler musste sich etwas überraschend im fünften Satz gegen Neugebauer geschlagen
geben.
Trotz Niederlagen in den Doppeln konnten die Ansbacher dann in der zweiten Partie des Tages, beim
Tabellenzweiten TTC Rugendorf, dann teils besser mithalten. Die Oberfranken traten wie Wohlbach mit
drei tschechischen Akteuren sowie dem früheren Bundesligaspieler Jürgen Hegenbarth an. Insbesondere
Julian Roth zeigte gegen TTC-Spitzenspieler Pavel Holan, der zu den besten Akteuren der Liga zählt, eine
exzellente Vorstellung und konnte seinen Kontrahenten nach einem 1:2-Satzrückstand noch verdient im
fünften Satz niederhalten. Zudem behielt Lukas Reindler in einem spannenden und umkämpften Match
gegen Jan Kuchar die Oberhand. In den übrigen Partien waren die sehr gut aufgelegten Hausherren jedoch
souverän obenauf und kamen zumeist zu recht sicheren und stark herausgespielten Siegen. Für den dritten
Ansbacher Zähler sorgte zum Ausklang Dietmar Weger, der Kuchar mit einer guten Vorstellung in vier
Durchgängen in die Knie zwang.
Nach den zahlreichen Auswärtspartien hat der TSV 1860 Ansbach in den letzten vier Partien nun
ausschließlich Heimrecht und freut sich auf die Matches vor eigenem Publikum. Am kommenden
Wochenende absolvieren Roth und Co. einen weiteren Doppel-Spieltag: Zunächst trifft das Team am
Samstag um 18.30 Uhr auf die DJK Sparta Noris Nürnberg, ehe am Sonntag um 14 Uhr die DJK SpVgg
Effeltrich II in der unteren Platen-Halle gastiert.

Foto Julian Roth:
Starke Vorstellung: Julian Roth gewann gegen Pavel Holan vom TTC Rugendorf, der zu den stärksten
Spielern der Verbandsoberliga zählt, in fünf packenden Sätzen. Foto: Christian Treffer
Ergebnisse gegen Wohlbach: Flicek/Soucek – Roth/Roth 11:7, 8:11, 11:6, 11:8; Pytlik/Neugebauer –
Weger/Reindler 11:6, 5:11, 8:11, 11:9, 9:11; Flicek – Roth 11:5, 11:8, 11:6; Pytlik – Roth 11:1, 11:3, 11:8;
Soucek – Reindler 11:8, 11:7, 11:8; Neugebauer – Weger 6:11, 4:11, 8:11; Flicek – Roth 11:9, 11:6, 9:11,

11:7; Pytlik – Roth 9:11, 9:11, 11:5, 11:7, 11:7; Soucek – Weger 11:7, 14:12, 7:11, 11:9; Neugebauer –
Reindler 3:11, 11:9, 4:11, 11:9, 12:10.
Ergebnisse gegen Rugendorf: Holan/Hegenbarth – Roth/Roth 11:6, 11:5, 11:7; Kuchar/Sochor –
Weger/Reindler 13:15, 12:10, 11:9, 11:5; Holan – Roth 11:5, 6:11, 11:9, 11:13, 7:11; Hegenbarth – Roth
12:10, 11:7, 11:3; Kuchar – Reindler 11:8, 11:7, 7:11, 11:13, 9:11; Sochor – Weger 11:9, 15:13, 11:7;
Holan – Roth 11:9, 11:5, 11:7; Hegenbarth – Roth 15:13, 12:10, 11:2; Kuchar – Weger 2:11, 11:13, 11:6,
11:13; Sochor – Reindler 11:9, 11:8, 11:7.

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