Tischtennis

Aufholjagd kommt zu spät

Tischtennis-Verbandsoberliga: TSV Ansbach unterliegt in Rugendorf mit 4:6 – Gegen Weidhausen soll
Sieg her
von CHRISTIAN TREFFER



ANSBACH – Beim stark besetzten Tabellenzweiten TTC Rugendorf erwischten die Tischtennis-Herren
des TSV Ansbach in der Verbandsoberliga einen klassischen Fehlstart. Die Oberfranken gingen zügig mit
5:0 in Führung und machten dann alles klar. Das Aufbäumen des TSV kam am Ende zu spät.
Die mit drei Tschechen und Ex-Bundesligaspieler Jürgen Hegenbarth einmal mehr extrem gut
aufgestellten Hausherren legten schon in den Doppeln los wie die Feuerwehr. Ansbach hielt zwar in
Person von Jan Schubert und Dietmar Weger sowie Johannes und Julian Roth nach Kräften dagegen und
schnupperte teils an einem Satzgewinn, ein Durchgang konnte aber nicht geholt werden. Im Anschluss
war Jan Schubert gegen die starke Rugendorfer Nummer eins, Pavel Holan, dann chancenlos und fand
nicht zu seiner Sicherheit im Angriff.
Beim TSV lagen die Hoffnungen nun auf Spitzenakteur Johannes Roth, der gegen Hegenbarth sehr gut
und dynamisch aufspielte, sodass die Führung in den Sätzen immer wieder wechselte. Am Ende hatte der
erfahrene TTC-Crack aber doch im Entscheidungssatz mit 11:7 die Nase vorne. Nach einer klaren
Niederlage von Dietmar Weger, der gegen Matej Urbanek nicht wie gewohnt zu seinem gefährlichen
Konter- und Blockspiel fand, sorgte Julian Roth dann für den ersten Ansbacher Zähler. Gegen Jan Kuchar
lag der agile Ansbacher schon mit 1:2 Durchgängen im Rückstand. Er steigerte sich mit großem Einsatz
aber immer weiter und ging dann als verdienter Sieger vom Tisch.
Nach dem 5:1 drängte Rugensdorfs Spitzenakteur Holan nun auf die Entscheidung und stieß gegen den
stark aufspielenden Johannes Roth auf große Gegenwehr. Roth führte bereits mit 2:1 Sätzen, ehe Holan
die Partie mit einem Kraftakt dann doch entscheiden konnte. Der TSV gab sich auch nach dem 1:6 jedoch
keinesfalls auf und spielte nun befreit sein bestes Tischtennis. Zunächst überraschte Schubert nach einer
deutlichen Steigerung mit einem tollen Viersatzerfolg gegen Hegenbarth, ehe auch Julian Roth gegen
Urbanek im Entscheidungssatz als verdienter Sieger vom Tisch ging. Zum Ausklang ließ Weger seinen
Kontrahenten Kuchar überhaupt nicht zur Entfaltung kommen und verkürzte mit einem klaren Sieg auf
4:6.
Der TSV Ansbach hat nun erst einmal Spielpause und die beiden Top-Teams der Liga hinter sich. Um
nicht in Abstiegsgefahr zu geraten, soll am Samstag, 31. Oktober, zu Hause unbedingt der zweite
Saisonsieg eingefahren werden (untere Platen-Halle, 18.30 Uhr). Gegen den FC Adler Weidhausen, der
aktuell mit 4:2 Punkten auf Rang drei der Verbandsoberliga rangiert, wollen Roth & Co. gleich von
Beginn an ihr volles Leistungsvermögen abrufen und für eine Überraschung sorgen.
Ergebnisse: Urbanek/Kuchar – Schubert/Weger 11:7, 12:10, 11:8; Holan/Hegenbarth – Roth/Roth 13:11,
11:4, 11:2; Holan – Schubert 11:4, 11:1, 11:4; Hegenbarth – Jo. Roth 11:9, 9:11, 11:9, 8:11, 11:7; Urbanek
– Weger 11:3, 11:5, 11:8; Kuchar – Ju. Roth 3:11, 11:5, 11:7, 5:11, 6:11; Holan – Jo. Roth 13:11, 7:11,
9:11, 11:8, 11:6; Hegenbarth – Schubert 9:11, 9:11, 11:2, 9:11; Urbanek – Ju. Roth 11:5, 7:11, 9:11, 11:2,
6:11; Kuchar – Weger 6:11, 4:11, 4:11.

Foto:
Gut in Schuss: Julian Roth gewann bei der 4:6-Niederlage in Rugendorf seine beiden Einzel. Foto:
Christian Treffer

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