Die Zwei-Minuten-Marke stellen für aufstrebende 800 Meter-Läufer eine sehr erstrebenswerte Schallmauer dar. Valentin Herrmann (TSV Ansbach) hat sie beim dritten Anlauf heuer in Deggendorf knacken können. Mit seinen 1:59,51 min verbesserte der Achtzehnjährige bei hochsommerlichen Temperaturen im Donau-Wald-Stadion seine gerade erst einmal eine Woche alte persönliche Bestmarke um zwei Sekunden. Im fünfköpfigen Feld der Altersklassen U18 und U20, lediglich der Geisenhausener Bastian Forster mit einer Meldeleistung von 2:02,01 min, mit einem vergleichbaren Leistungsniveau gemeldet. Somit musste sich Valentin Herrmann sofort an die Spitze des Feldes setzten und passierte nach 28,5 Sekunden bereits mit einem gewissen Vorsprung die 200-Meter-Marke.

Die erste Runde war nach 57 Sekunden absolviert, doch nun wurde es für den Ansbacher hart. „Nach der langen Anreise hatte ich nun schwere Beine“, so dass er für den folgenden 200-Meter-Abschnitt 30 Sekunden benötigte. Bastian Forster kam somit immer näher und griff ausgangs der letzten Kurve den Ansbacher an. Valentin Herrmann reagierte rechtzeitig und zog seinen Endspurt auf der Schlussgeraden bis in Ziel durch. Für ihn blieb die Uhr bei 1:59,51 min stehen, sein Kontrahent folgte mit einer Bestzeit von 2:00,19 Minuten. „Ich war noch nie so zufrieden wie jetzt“, freute sich der Ansbacher, der noch eine weitere Erfahrung machte: Aufgrund der Sub-2-Zeit kontrollierte ein Offizieller seine Schuhe, doch die weißen Spikes entsprachen allen internationalen Regeln.




