An einem sehr kühlen Samstag und einem warmen Sonntag fand im Hofer Stadion an der Ossecker Straße der Reigen der Bayerischen Meisterschaften mit den Titelkämpfen der Aktiven und der U20 seinen Abschluss. Der TSV Ansbach war an beiden Tagen vertreten.
Die Entscheidung über 800 Meter der Männer, bei kühlen 17 Grad unmittelbar nach einem Regenschauer, erwies sich gerade in der Anfangsphase als sehr turbulente Angelegenheit. Bei 13 Teilnehmern auf einer Sechs-Bahnen-Anlage wären zwei Zeitläufe erforderlich gewesen. Die Organisatoren entschieden sich dann für einen Start an der Evolvente, an weilcher unter anderem auch der Emskirchener Ben Dreßel (LAC Quelle Fürth) und der zu den Männern hochgestartete Valentin Herrmann (TSV Ansbach) auf den Startschuss warteten. Beide hatten sich zum Ziel gesetzt, die Zwei-Minuten-Marke zu unterbieten, Herrmann zum dritten Mal, Dreßel mit einer Vorleistung von 2:00,90 min erstmalig. Es war ein echtes Meisterschaftsrennen. Gleich nach dem Startschuss begann der Kampf um die besten Positionen, mehrmals kamen auch die Ellenbogen zum Einsatz. In dieser Phase spürte Herrmann einen andern Fuß an seiner Ferse, was sich später auswirken sollte. Ausgangs der Startkurve stürze ein Läufer, so dass der hinter ihm laufende Dreßel abbremsen und einen Umweg laufen musste. Dies kostete ihm wertvolle Sekunden. Herrmann ging nach etwa 58 Sekunden Sekunden in die zweite Runde, Dreßel etwa eine knappe Sekunde später. Letzterer hatte auf den letzten 100 Metern noch die Kraft, sich an Herrmann vorbei zu kämpfen, Herrmann hingegen spürte bereits seine schmerzende Ferse und konnte sein Tempo in der letzten halben Runde nicht mehr halten. Dreßel belegte nach 2:02,73 Minuten Rang Neun, Herrrmann folgte nach 2:04,05 min als Zehnter.
Maximilian Niebling vom TSV 1860 Ansbach hatte sich im Speerwurf der U18 in seiner ersten Saison mit dem 700 Gramm-Speer seit Mai von 39 Meter auf 46,50 Meter gesteigert. In Hof sicherte sich der 16-jährige gleich im ersten Durchgang mit 48,03 Meter die Endkampfteilnahme. Noch einmal Konzentration auf die wichtigsten technischen Merkmale und im dritten Versuch segelte der Speer optimal im leichten Gegenwind auf 49,99 Meter. Als Nummer sechs der Meldeliste verbesserte sich Niebling damit auf Rang vier der Ergebnisliste. Auch mit seinem Stabhochsprung konnte Niebling zufrieden sein. Nach fehlerfreien Höhen bis zu 3,20 Meter war erst die neue Bestleistung von 3,35 Meter nur knapp zu hoch. Hierfür wird dann doch der Umstieg auf die nächste Stablänge nötig sein. Rang fünf war für Niebling die zweite Platzierung, die zur Teilnahme an der Siegerehrung der besten Acht berechtigte.
Nach einer Woche Schulfahrt kam der Vierte der Deutschen U20 -Meisterschaften, Matias Neutzler (TSV 1860 Ansbach), nicht in der Form seines damaligen 4,92-Meter-Wettkampfes nach Hof. Zu den Männern hoch gestartet freute sich der 18-jährige Stabhochspringer, dass nunmehr anspruchsvolle 4,40 Meter als Anfangshöhe auch unter schwierigen Voraussetzungen möglich sind. Vor seiner Wettkampfserie bei Einladungsspringen in Jockgrim, Gräfelfing und nach einem kurzen Trainingslager in zehn Tagen in Zweibrücken vor vierstelligen Zuschauerzahlen reichte es damit für den Ansbacher zu Platz vier.
Bei 18 gemeldeten Sportlerinnen hatte Zoé Wilzin (TSV 1860 Ansbach) im Weitsprung das Ziel, den Endkampf der besten Acht zu erreichen. Als Zehnte gemeldet flog die Ansbacherin gleich im ersten Durchgang auf 5,02 Meter und konnte befreit weiterspringen. Noch dreimal überflog die Siebenkämpferin die 5-Meter-Marke, mit 5,08 Meter im dritten Durchgang und dem sechsten Gesamtrang hatte sie sich um vier Plätze gegenüber der Meldeliste vorgearbeitet.
Jochen Kraft (TSV Ansbach) und sein früherer Vereinskollege Filip Hofmann (TSV Gräfelfing) starteten im gleichen 100m-Vorlauf, lediglich durch eine Zwischenbahn getrennt. Em Ende kam es zwischen beiden zum Patt. Für beide standen 11.59 Sekunden auf der Uhr und auch das vertiefende Studium des Zielfotos ergab keinen Abstand. Somit belegten beide hier Rang Sechs, für die nächste Runde reichte er erwartungsgemäß nicht.






