Leichtathletik

Stabhochsprung bis in die deutsche Spitze

Jakob Sand
Text von: E. Grau

Ansbach – Die mittelfränkischen Stabhochspringer trafen sich bei optimalem Leichtathletikwetter an der Ansbacher Matte und erzielten viele persönliche Bestleistungen. Jakob Sand und Isabel Rollsing vom TSV 1860 Ansbach gelang sogar der Sprung auf Platz eins der jungen deutschen Rangliste.

Jakob Sand war im Jahr 2024 auf Rang zwei der Deutschen M14-Bestenliste notiert. In der Hallensaison dieses Winters lag Sand mit 3,80 Meter landesweit auf Platz drei der M15-Springer. Jetzt steigerte sich der überaus talentierte Mehrkämpfer auf eine souverän gleich im ersten Anlauf haushoch übersprungene neue Bestleistung von 3,85 Meter. Die aktuelle Deutsche M15-Bestenliste führt Jakob Sand auf Rang eins. Durch die schnelle körperliche und technische Entwicklung des Ausnahmesportlers beginnt aber schon jetzt die Suche nach dem geeigneten Stab für die 4,00-Meter-Regionen.

Isabel Rollsing stand in der deutschen W12-Hallenbestenliste heuer mit 2,10 Meter auf Platz fünf. Mit mutig schnellem Anlauf und hohem Aufrollen gelangen der Ansbacher Athletin nun 2,30 Meter. Nur eine Springerin aus Schwerin war bislang ebenso stark in die Saison gestartet und beide stehen auf Rang eins ihrer Deutschen W12-Bestenliste. Mit 2,30 Meter hat Isabel Rollsing schon die Norm zu den Bayerischen Meisterschaften der bis zu drei Jahre älteren W15 übertroffen. Eine ausgereiftere Technik bei der Lattenüberquerung kann im Laufe der Saison noch weitere Steigerungen ermöglichen.

Für Luca Bassa begann die Freiluftsaison mit einer Steigerung um 15 Zentimeter auf wichtige 2,60 Meter und den damit verbundenen Qualifikationen zur Bayerischen und Süddeutschen Meisterschaft. Nach zwei Jahren auf Rang eins der M12- und M13-Bestenlisten in Bayern bedeuten 2,60 Meter für Bassa Platz zwei der M14 im Freistaat und aktuell Rang drei in Deutschland. Auf Platz drei in Bayern steht momentan Stella Moll in der W12. Ihre übersprungenen 2,00 Meter sind für die schnelle Sprinterin auch für Rang vier in Deutschland gut.

David Kleinschrodt - Stabhochsprung

Gleich um 30 Zentimeter ging es für den Bayerischen U18-Zehnkampfmeister des Vorjahres, David Kleinschrodt, nach oben. Bei 3,70 Meter zeigte der Mut zu einem harten Stab seine Wirkung. Setzt Kleinschrodt bei den Mehrkampfmeisterschaften noch eine saubere Lattenüberquerung auf die Katapultbewegung ist noch deutlich mehr für die Zehnkampfpunktzahl möglich.

Die Qualifikation zur Bayerischen W15 Meisterschaft holten sich Maike Arlt mit 2,20 Meter und Zoé Wilzin mit 2,40 Meter, die damit auch bei den Süddeutschen Meisterschaften antreten kann. Nach Jahrzehnten mit Bayerischen Stabhochsprungrekorden in den verschiedenen Altersklassen ging Jutta Schoeppe auch nach ihrem 70. Geburtstag auf Rekordjagd. Die Ansbacher Seniorin steigerte den W70-Rekord von 1,30 Meter auf 1,45 Meter.

Bei den Mittelfränkischen Stabhochsprungmeisterschaften am 9. Mai wollen sich dann auch 4,20-Meter-Springer Matias Neutzler in der U20 und Zehnkämpfer Filip Hofmann bei den Männern mit gelungenen Auftritten in die Bestenlisten einreihen.

Fotos: Jörg Behrendt, Matthias Kleinschrodt

Videos

News aus der Abteilung