Ansbach – Etliche Leichtathleten aus Ansbach nutzen die Osterferien um sich im Trainingslager auf die Mitte April beginnende Sommersaison vorzubereiten. Matias Neutzler, mit 4,60 Meter bester Stabhochspringer aller Zeiten vom TSV, traf dabei im Pole Vault Centre in Formia, Italien, auf Trainerlegende Vitaly Petrov. Der hat schon vier Weltmeisterspringer betreut, die bekanntesten sind der 34-fache Weltrekordler Sergey Bubka und die 30-fache Weltrekordlerin Yelena Isinbajeva.
Im Pole Vault Centre Formia war der 18-jährige Matias Neutzler mit sieben anderen bayerischen Topspringern und dem Landestrainer zehn Tage lang im Sprung- und Sprinttraining. Die drei Stabhochsprunganlagen teilten sie sich mit 6-Meter-Springer Ernest Obiena aus den Philippinen, Vizeweltmeister und Asienrekordhalter. Mit dessen Trainer Vitaly Petrov „hatten wir sehr gute Gespräche“ genoss Neutzler die hochkarätige Ausstrahlung des Technik-Revolutionärs.
Petrov hatte den 11-jährigen Bubka entdeckt und zum Olympiasieger, sechsfachen Weltmeister und 35-facher Weltrekordler entwickelt. Auch Yelena Isinbajeva, zweifache Olympiasiegerin, dreifache Weltmeisterin und 30-fache Weltrekordlerin, war viele Jahre bei Vitaly Petrov aktiv. In Italien baute Petrov das Pole Vault Centre auf und formte dort auch den Italiener Guiseppe Gibilisco zum Weltmeister, die Brasilianerin Fabiana Murer zur Weltmeisterin und den Brasilianer Thiago Braz zum Olympiasieger.
„Petrov hat das etwas verzögerte Aufrollen mit spitzem Knie rechts und langem Absprungbein links entwickelt. Genau das war einer der Schwerpunkte in unserem Training“ nimmt Matias Neutzler in die Saison mit. Die Stabhochspringer aus Ansbach beginnen am 30. April mit den Mittelfränkischen Meisterschaften und haben dann am 9. Mai in Ansbach einen Heimwettkampf, bei dem auch junge Springer mit niedrigeren Einstiegshöhen starten können. Foto: Jörg Behrendt



