Leichtathleten können oftmals auch Triathlon, solange sie beim Schwimmen nicht untergehen. Sehr wenige Leichtathleten können Langdistanz. Christioph Dümmler aus der Läufergruppe des TSV Ansbach gehört zur letzteren Gruppe. Zum zweiten Mal nahm Christoph Dümmler die Herausforderung der Challenge Roth an. Zum Auftakt galt es, 3,8 Kilometer im Main-Donau-Kanal zu schwimmen. Aufgrund der hohen Wassertemperaturen von 25 Grad waren die auftriebsfördernden Neoprenanzüge verboten. Ohne selbigem und mit wenig Schwimmtraining war Dümmler lediglich fünf Minuten langsamer als 2023 und zeigte sich mit seiner Zeit von 1:18:18 Stunden sehr zufrieden. Die 180 Radkilometer nahm er zunächst verhalten in Angriff und fand dann immer besser in sein Rennen.

Schreckmoment bei Kilometer 125: In einer größeren Gruppe kam es bei einer unübersichtlichen Überholaktion zu einer Kollision mit einer anderen Teilnehmerin und beide stürzten. Die Athletin konnte schnell ihr Rennen fortsetzen und auch Dümmler konnte sein Rad wieder fahrtüchtig machen. Doch hatte er im weiteren Verlauf mit Hüftschmerzen zu kämpfen. Nach 5:26:00 Stunden auf dem Rad erreichte er die Wechselzone und nahm seine Lieblingsdisziplin, den Marathon in Angriff. „Die ersten Schritte mit der lädierten Hüfte waren allerdings alles andere als angenehm“. Es gab gute Phasen im Rennen, zwischenzeitlich jedoch auch immer mal Gehpausen. 3:39:11 Stunden benötigte Dümmler für die 42,195 Kilometer. Nach 10:31:15 Stunden und damit 54 Minuten schneller als bei seiner Premiere 2023 durchquerte der Eckertweilerer den neuen Zielbogen auf dem Festplatz. Unter 2614 Männern bedeutete dies Rang 814 und in seiner Altersklasse M35 den 188. Platz. „Am Ende überwiegt die Freude, die Challenge Roth trotz allem ins Ziel gebracht zu haben. Gleichzeitig bleibt auch etwas Enttäuschung, weil ich mir – wie schon so oft – eigentlich mehr vorgenommen hatte“.



