Leichtathletik

DM-Bronze für Johannes Strobel über 50 km

Text von: J. Behrendt

Bei den Deutschen Meisterschaften im 50-Kilometer-Lauf konnte sich Johannes Strobel (TSV 1860 Ansbach) nach hartem Kampf in seiner Altersklasse M40 die Bronzemedaille sichern.
Nach endlosen Verletzungspausen im Vorjahr suchte Ansbachs aktuell schnellster Marathonläufer eine andere Herausforderung und fand selbige jenseits der 42,195 Kilometer. In Bremen fand im Rahmen des sechsten Werderseelaufes die diesjährige Deutsche Meisterschaft über 50 Kilometer, also eine Ultramarathondistanz, statt. Die Vorbereitung verlief jedoch alles andere als optimal, mehrere Erkältungspausen warfen den 42-Jährigen immer wieder zurück. Die finalen Trainingseinheiten ließen dann aber doch auf ein gutes Rennen hoffen.

Nach dem Startschuss zu frühmorgendlicher Stunde bei drei Grad und noch dichtem Nebel ließ es Strobel zunächst etwas verhaltener angehen. Nach zwei der sechs jeweils 8,3 Kilometer langen Runden wollte er dann sehen, ob ein höheres Tempo möglich wäre. „Motivation und Kraft waren vorhanden“, so konnte er in den beiden nachfolgenden Runden wieder etliche Plätze gutmachen. In der fünften Runde begann dann bereits der Kampf und die Schlussrunde, nunmehr jenseits der Marathondistanz, wurde für den Ansbacher richtig hart. „Ich bin einfach nur vor mich hingestorben“, und so wurde er von Gesamtplatz 14 auf Rang 20 durchgereicht. Im Ziel zeigte er dann doch noch einen Endspurt, da ihn ein Läufer von hinten bedrängte. Dann leuchtete es gleich auf der Tafel aus und der Ansbacher wollte es erst nicht glauben: „Johannes Strobel, 3. Platz M40“. Den Zwischenzeiten nach zu urteilen, hatte er es, ohne zu wissen, im gesamten Rennverlauf diese Altersklassenplatzierung inne. „Ich bin sehr glücklich und happy und es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, nach dem Jahr mit Verletzungspause und Demotivation einfach mal was anders anzupacken.“ Nach diesem Motivationsboost schließt Strobel auch einen Herbstmarathon nicht aus, „denn die 42,195 Kilometer sind doch eher mein Metier.“
Mit seiner Zeit von 3:21:52 Stunden verbesserte er den zwei Jahre alten von Roland Wicckles (Mali Crew) gehaltenen Bayerischen Rekord der M40 um reichlich acht Minuten.

Weitere News