Leichtathletik

Cross DM in Darmstadt

Text von: J. Behrendt

Zum 40. Jubiläum des „Darmstadt Cross“ vergab der Deutsche Leichtathletikverband die heuer zweitägigen Deutschen Crossmeisterschaften in die südhessische Stadt. Bedingung war jedoch, dass die Veranstaltung in unmittelbarer Nähe der Verbandszentrale im Nordpark stattfinden sollte. Es gelang jedoch, auf zwei nebeneinanderliegenden Sportplätzen und der Liegewiese des Nordbades eine anspruchsvolle 1,5 Kilometer lange Runde abzustecken, die mit zahlreichen Kurven sowie Sandpassagen, Strohballen und wenigen kurzen Anstiegen vollauf meisterschaftswürdig war. Durch den Dauerregen am zweiten Wettkampftag wurde die Strecke dann schnell schlammiger und somit anspruchsvoller.

Stefan Schwager vertrat in den Meisterschaftsrennen die Farben des TSV Ansbach. Nach der Schlammschlacht in Sindelfingen anno 2020 nahm er wieder die Herausforderung der Titelkämpfe an und entschied sich für das Mittelstreckenrennen der Altersklassen M35-45. Hier galt es, auf insgesamt 3,6 Kilometern eine kleine und dann zwei große Runden zu absolvieren. Letztere führten dann auch durch das Schwimmbadgelände mit dem Beachvolleyballfeld. Der 41-Jährige war froh, dass seine Kinder im Vorfeld keine neuen Erkältungsviren mehr ins Haus brachten. Im Verlauf des Rennens spürte er dann doch etwas seinen Trainingsrückstand. Es war ja auch der letzte Lauf des ersten Tages und trotz gutem Wetter war die Strecke, die ja überwiegend aus Wiesenabschnitten bestand, schon umgewühlt – zumindest auf der Ideallinie. Und es gab viele Kurven, auch welche von 180 Grad. Stefan Schwager kämpfte sich aber sturzfrei durch. Nach 3600 Metern und 16:50 Minuten passierte er die Ziellinie und belegte damit in seiner Altersklasse M40 den 17. Platz. Seine Befürchtungen, das Zeitlimit von knapp 20 Minuten zu überschreiten, waren somit unbegründet.

Jörg Behrendt, der ohnehin beide Wettkampftage fotografisch verfolgte, entschied sich für den offenen Community-Cross, welcher als Rahmenprogramm am Samstag die Veranstaltung eröffnete. So lernte der 63-Jährige die Meisterschaftsstrecke aus eigener Erfahrung kennen. Das 50-köpfige Feld war aber auch hier gut besetzt. Auf drei Runden galt es so, 4,6 Kilometer zu absolvieren. Jörg Behrendt ordnete sich nach schnellem Start dann im hinteren Teil des Feldes ein. Eingangs der dritten und letzten Runde forcierte er das Tempo, um die Lücke zu einem vorauslaufenden Trio zu verkleinern und sich nach hinten mehr Luft zu verschaffen. Doch blieb er mit den Spikes im Gras hängen und stürzte. 200 Meter weiter, bereits auf der Schwimmbadschleife, startete der Ansbacher den nächsten Angriff. Ein langer Endspurt über anfangs noch kurvenreiche 400 Meter brachte dann nicht nur eine Verbesserung um besagte drei Plätze, sondern nach 25:19 Minuten auch den Altersklassensieg in der M60 – ein Mitglied des Trios gehörte ebenfalls der M60 an.

So konnten beide Vertreter des TSV Ansbach Darmstadt in guter Erinnerung behalten.

Bilder: Theo Kiefner und Jörg Behrendt

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