Vier Satzbälle und einen Matchball nicht verwandelt
Man war vorgewarnt. Hatten die Gastgeberinnen nach fünf Spieltagen noch keinen einzigen Satz gewonnen, so steigerten sie sich von Spiel zu Spiel. Das mussten nun auch die Ansbacherinnen am eigenen Leib erfahren, die mit 13:15 im Tie-Break das Nachsehen hatten. Allerdings hätten sie den Sack vorher schon zumachen können. In ihren Reihen fehlten nach wie vor Lea Bomsdorf, Thea Jüttner und Nina Retsch.
Zu Beginn des ersten Satzes schickte Head Coach Armin Hoefer Marlene Maruhn, Nina Hoefer, Hanna Benecke, Magdalena Hofmann, Dominika Schäfer und Amélie Sommer aufs Feld. Libera war Pia Loscher. Die Partie verlief zunächst sehr ausgeglichen, ehe sich Ansbach mit 16:11 absetzen konnte. Diesen Vorsprung konnte man bis zum 25:21-Satzgewinn verteidigen. Das variable Angriffsspiel der Gastgeberinnen wurde nun druckvoller und der Ansbacher Block sowie die Feldabwehr, allen voran Loscher, die auch zum „Most valuable Player“ gewählt wurde, waren nun gefordert.
Die Ansbacherinnen konnten sich zwar im Laufe des Satzes immer besser darauf einstellen, konnten aber eine 20:25-Niederlage nicht mehr verhindern. Die Gäste gingen im dritten Satz schnell mit 8:1 in Führung und er schien eine klare Angelegenheit zu werden. Doch man hatte die Rechnung nicht mit den kampfstarken Münchnerinnen gemacht, die sich Punkt für Punkt heran kämpften. Obwohl die Markgrafenstädterinnen vier Satzbälle hatten, begann deren Nervenkostüm zu flattern. Man hatte Probleme bei der Annahme und auch im Angriff schlichen sich individuelle Fehler ein. Der sicher geglaubte Satzgewinn endete mit einem 27:29-Satzverlust. Auch im vierten Satz führten die Gäste bereits mit 17:8. Wieder kam es zu Eigenfehlern und die kampfstarken Münchnerinnen ließen den Vorsprung auf 24:20 schmelzen. Wie im Satz vorher hatte das Team um Mannschaftsführerin Amélie Sommer vier Satzbälle, von denen sie diesmal den zweiten verwandeln konnten. Mit 25:21 brachte man den Satz nach Hause, sodass die Entscheidung nun im Tie-Break fallen musste. Ansbach hatte bis zum Stande von 9:9 knapp die Nase vorn. Es kam zu einem offenen Schlagabtausch mit langen Ballwechseln. Beim Stande von 14:13 für München konnte Ansbach den Matchball abwehren und hatte bei 15:14 selbst einen Matchball, den die Gastgeberinnen eliminieren konnten. Auch die nächsten beiden Punkte holten die Spielerinnen aus Oberbayern, sodass Ansbach mit 15:17 die Segel streichen musste. Nach fünf Siegen und fünf Niederlagen bleibt das Hoefer-Team, bei dem an diesem Spieltag alle Spielerinnen zum Einsatz kamen, weiterhin auf dem fünften Tabellenplatz. Ansbach empfängt am kommenden Samstag um 19.00 Uhr in der Sporthalle des Theresien.Gymnasiums den Tabellensiebten TSV Eiselfing. Tags darauf ist um 16.00 Uhr der Tabellenführer ASV Dachau zu Gast.
Für Ansbach spielten: Hanna Benecke, Norina Weiß, Chiara Pauli, Amélie Sommer, Franziska Henneberger, Magdalena Hofmann, Marlene Maruhn, Laura Talkovski, Nina Hoefer, Pia Loscher und Dominika Schäfer.



