Am vergangenem Samstag gastierte der Tabellenletzte TSV Zirndorf bei der zweiten Damenmannschaft der Volleyball-Abteilung des TSV Ansbach. Mit 3:1 behielt der Gastgeber die Oberhand. Tags darauf mussten sich die „Second Ladies“ dem Tabellenfünften TSV Lengfeld mit 2:3 beugen und konnten nach dieser Tiebreak-Niederlage zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen.
Gegen Zirndorf verliefen die ersten beiden Sätze voll nach Plan. Das Team um Headcoach Stephan Schröder setzte den Gegner bereits mit den Aufschlägen unter Druck, sodass dieser kaum zu einem geordneten Spielaufbau kam. Mit 25:18 und 25:14 war der Gastgeber die klar tonangebende Mannschaft. Hervorzuheben waren die platzierten Schmetterbälle von Nachwuchsspielerin Lara Baumann auf der Außenposition. Im dritten Satz ließ der Druck nach, die Gäste kamen besser ins Spiel und führten bis zum 17:17-Ausgleich. Aufschläge von Steffi Mertel brachten Ansbach mit 20:18 in Führung. Beim Stande von 24:22 hatte Ansbach zwei Matchbälle, die sie jedoch nicht verwandeln konnten. Ein Aufschlagfehler seitens der Ansbacherinnen bei 24:25 verhalf den Zirndorferinnen zum 26:24-Satzgewinn. Es hatte den Anschein, als ob Ansbach die Felle davonschwimmen sah. Man konnte jedoch einen 2:7-Rückstand im dritten Satz aufholen und bei 13:12 erstmals in Führung gehen. Bei diesem Spielstand kam Ansbachs Routinier Vera Marchegiani zum Aufschlag. Zehn Angaben in Serie brachten die Gäste nicht unter Kontrolle und Ansbach zog auf 24:15 davon. Der zweite von neun Matchbällen konnte zum 25:16-Spiegewinn verwandelt werden.
In Lengfeld gingen die Ansbacherinnen als Außenseiter an den Start. Im ersten Satz war wider Erwarten das Team von Mannschaftsführern Carolin Schäfer die tonangebende Mannschaft. Aufbauend auf eine gute Annahme setzte Ansbachs Zuspielerin Steffi Mertel mit einem schnellen und variablen Zuspiel die Angreiferinnen gut in Szene, die sowohl mit platziert gesetzten Lobs als auch mit platzierten Angriffsbällen erfolgreich waren. Ansbach überzeugte durch eine hervorragende Feldabwehr, allen voran die wieselflinke Aljana Rutkowski, die auch zur „wertvollsten Spielerin“ gewählt wurde. Nach einer 3:0-Führung im zweiten Satz zeigte der Gastgeber nun, wer Herr im Haus ist. Lengfeld’s Hauptangreiferinnen Flora Brückner und Katharina Weiß bereiteten den Ansbacher Block große Probleme. Auch in der Blocksicherung und in der Feldabwehr war der Gastgeber stets auf der Hut. Mit 16:25 ging der Satz an die Spielerinnen aus Unterfranken. Gut getimte Spielerinnenwechsel von Schröder hielten den Gastgeber, der bis zum Stande von 20:20 knapp in Führung lag, in Schacht. Mit 25:21 hatte Ansbach zum Satzende die Nase vorn. Hart umkämpft war auch der vierte Satz, bei dem Lengfeld mit 25:22 die Oberhand behielt. Die Entscheidung musste somit im Tiebreak fallen. Bereits zu Satzbeginn konnte sich der Gastgeber deutlich absetzen und den Vorsprung bis zum 15:7-Matchgewinn verteidigen. Trotz der Niederlage überzeugte Ansbach durch eine hervorragende Teamleistung.
Ansbach spielte jeweils mit: Nicole Böhmländer, Christina Schwab, Carolin Henninger, Elena Hoherz, Maya Emmert, Carolin Schäfer, Aljana Rutkowski, Coralie Pauli, Steffanie Mertel, Lara Baumann, Vera Marchegiani, Mila Engel und Julia Gaspert.


