Für die Leichtathleten der Region erreichte der Reihen der Mittelfränkischen Titelkämpfe seinen Höhepunkt. In Herzogenaurach fanden für die Erwachsenen sowie für die Altersklassen U20 und 18 die gemeinsamen Bezirksmeisterschaften von Mittel- und Oberfranken statt, wobei die Wertung natürlich getrennt erfolgte. Der drückende schwüle Wetter machten vielen zu schaffen.
Sechs Vereine aus Westmittelfranken waren vertreten und sammelten 13 Titel. Sechs Titel gingen an den TSV Ansbach, vier an den TSV Burghaslach, jeweils einer an den TuS Feuchtwangen, den TV Leutershausen und den TSV Ipsheim. Sehr gut aufgelegt zeigte sich der Zehnkämpfer Filip Hofmann (TSV Ansbach) und konnte sich gleich zwei Titel sichern. Deutlich stabiler als beim letzten Rennen in Ansbach präsentierte er sich über 110 Meter Hürden. Perfekt war das Rennen aber noch nicht. Die ersten beiden der zehn Hürden streifte er beim Überqueren leicht, das siebente Hindernis warf er komplett um. Mit 15,14 Sekunden sicherte er sich bei den Männern den Titel und verbesserte erneut seine persönliche Bestmarke. Die Norm für die deutschen Titelkämpfe von genau 15 Sekunden konnte er noch nicht unterbieten, die Bayern-Norm ist schon längst im Kasten. Den zweiten Titel erkämpfte er sich beim Diskuswurf, auch wenn ihm ein passendes Haftmittel für seine Wurfhand fehlte. Im vorletzten Versuch flog die Scheibe auf 37,85 Meter. Hofmann musste noch zittern, doch der weite Wurf des Erlanger Gabriel Beer im letzten Durchgang war dann doch 43 Zentimeter kürzer. Dazu kamen für Hofmann ein zweiter Platz beim Kugelstoß mit 11,47 m und ein fünfter Platz über 100 Meter in 11,72 Sekunden.
Ein abwechslungsreiches Rennen gab es in einen bezirks- und altersklassenübergreifenden 800-Meter-Feld. Nach der ersten Runde führte Valentin Herrmann (TSV Ansbach / U20) das Feld vor Moritz Meyer (TuS Feuchtwangen, Männer) an. Herrmann hatte noch das 200m-Rennen in den Beinen, wo er nach 25,39 Sekunden Achter wurde. So fehlte ihm in der zweiten Runde in drückender Schwüle das Stehvermögen. Am Ende konnten sich aber beide den Meistertitel sichern: Meyer nach 2:11,16 min bei den Männern und ein zunächst enttäuschter Hermann nach 2:14,01 min in der U20.
Ferdinand Herrmann, ebenfalls beim TSV Ansbach, jedoch nicht verwandt oder verschwägert mit Valentin Herrmann, konnte sich in der U20 gleich zwei Titel sichern. Beim Weitsprung verbesserte er sich deutlich auf 4,82 Meter und in seinem ersten Speerwurfwettkampf erzielte er 17,44 Meter. Bei letzterem wechselte er regelmäßig zwischen dem Speerwurfanlauf und dem glücklicherweise benachbarten Kugelstoßring, wo er mit genau 8 Metern Rang Zwei belegte.
Im 400-Meter-Rennen der Altersklasse U20 belegte Christiane Hecht (TSV Ansbach) nach einem spannenden Endspurt den dritten Platz und verbesserte ihre persönliche Bestmarke um fast eine Sekunde auf 62,84 sec. Zum Abschluss des Wettkampftages ging Christiane Hecht bei drückender Schwüle über 800 Meter an den Start und holte sich nach 2:25,88 min den Meistertitel. Diese Leistungen der beiden U20-Athletinnen berechtigen zur Teilnahme an den Bayerischen Meisterschaften.
Anna Wenk (TSV Ansbach) sicherte sich im Schatten der Burghaslacherinnen über 400 m nach 70 ,56 Sekunden in der U18 den fünften Platz.
Catharina Huber (TSV Ansbach) egalisierte in der Hochsprungentscheidung der U18 mit 1,40 Meter ihren Hausrekord und belegte damit den dritten Platz.
Weitere Platzierungen in der U18:
100 m
10. Leni Hecht, 13,64 s
19. Catharina Huber, 14,37 s
200 m
11. Leni Hecht 28,39 s
Weitsprung
8. Anna Wenk 4,46 m
















