Leichtathletik

„Happy“: Länderkampf-Erfolge für Jakob Sand

Jakob Sand. Foto: Iris Hensel
Text von: E. Grau

Frankfurt – Beim traditionellen Leichtathletikvergleichskampf der 15-jährigen Nachwuchsatleten war Jakob Sand vom TSV 1860 Ansbach im Stabhochsprung, im Hürdenlauf und in der Sprintstaffel des Bayerischen Verbandes am Start.

„Jakob hätte ich in fast allen Disziplinen einsetzen können“ betonte Landestrainer Jan Schindzielorz, selbst bei den Senioren Hürden-Weltmeister und Europarekordler, gegenüber der Presse in Frankfurt. Jakob Sand hat heuer auch schon acht Bayerische Meistertitel gewonnen und steht in vielen unterschiedlichsten Disziplinen in den Top-Ten der Deutschen Bestenliste. Nominiert war Jakob Sand zuerst nur im Stabhochsprung und im Hürdensprint. Da aber abzusehen war dass zumindest 25 Sprünge im Stabhochsprung absolviert würden ehe Sand bei 3,60 Meter in diesen Wettkampf einsteigen sollte wurde der bayerische 100-Meter-Meister kurzfristig noch für die zeitgleich angesetzte 4×100-Meter Staffel eingeplant.

Über die 80 Meter Hürden hatte Mehrkämpfer Jakob Sand als Gegner unter anderen zwei Spezialisten aus Hessen, die auf Rang eins und drei ihrer Deutschen Bestenliste stehen und im Ziel auch einen Schritt Vorsprung hatten. Mit 10,87 Sekunden lief Sand als Dritter die zweitbeste Laufzeit seiner Karriere und freut sich als großer Athlet nun auf die höheren und weiter auseinander stehenden Hürden über 110 Meter in der U18 im kommenden Jahr.

In der 4×100-Meter Staffel setzte Bayern 11,12-Sekunden-Sprinter Sand auf Position drei, die zweite Kurve. Dort sind mit den beiden Wechseln 130 Meter zu sprinten, Kurve und Wechselabläufe technisch anspruchsvoll. In 44,12 Sekunden wurde die Bayern-Staffel Zweiter. Gleichzeitig hatte auch der Stabhochsprung begonnen für den sich Sand schon vor dem Staffelstart einspringen musste.

Nachdem Jakob Sand nunmehr auch mit dem Stab immer schneller sprinten kann waren deutliche härtere Stäbe nötig. Es zeigte sich dass die vom Verband mitgebrachten Stäbe letztendlich gleich drei Stufen härter sein mussten als der bisher von Sand genutzte Biegungsgrad mit flex 18,3. Bis auf einen flex 15,5 musste Sand umstellen. „Brutal hart“: Dies ist der härteste Stab den je ein Stabhochspringer aus Westmittelfranken verwendet hat. 3,60 Meter und 3,80 Meter übersprang Sand gleich souverän. Lediglich die beiden Württemberger Springer, mit Bestleistungen von 4,30 Meter gemeinsam auf Rang zwei der Deutschen Bestenliste, waren dann noch im Wettkampf. Nur einer davon schaffte 4,00 Meter und das zum Sieg im ersten Versuch. Jakob Sand übersprang die 4,00 Meter im zweiten Anlauf und belegte damit Rang zwei.

Jakob Sand konnte zudem den knappen Sieg Bayerns beim Länderkampf feiern und war wie das ganze Team „total happy“.

Foto: Iris Hensel

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