Hösbach – Am 31. Juli und 1. August startet der Ansbacher Zehnkämpfer Filip Hofmann bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Dresden. Jetzt zeigten die Bayerischen Meisterschaften die weiterhin aufsteigende Form des 25-jährigen in deutlichen Zahlen. Höhepunkt seines Wochenendes war dabei Silber im 110-Meter-Hürdenlauf.
Zuerst holte sich Hofmann im Hürden-Finale die Vizemeisterschaft in 15,34 Sekunden. Nach einem starken Start war er aber mit der zweiten Rennhälfte nicht zufrieden. Kurz entschlossen meldete sich Hofmann für einen Gästelauf mit Startern der deutschen Spitze aus dem ganzen Bundesgebiet eine Stunde später. „Ein höherer Körperschwerpunkt zwischen den Hürden“, so der Silbermedaillengewinner, sollte eine neue Bestleistung ergeben und Hofmann konnte sich mit 15,07 Sekunden diesen Wunsch erfüllen.

Dass Filip Hofmann seine Sprintschnelligkeit immer weiter steigert, belegte er im 100-Meter-Vorlauf. In 11,37 Sekunden gelang ihm eine neue Bestmarke und die Qualifikation für das Halbfinale. Auf dieses verzichtete der Zehnkämpfer jedoch da gleichzeitig der Hochsprung begann. Als ehemaliger Bayerischer Hochsprungmeister laboriert Hofmann seit über einem Jahr an Knöchelproblemen im Sprungfuß und so tastete er sich auch in Hösbach etwas vorsichtig nach oben. Mit 1,87 Meter gelang dann eine Saisonbestleistung und Platz fünf, auch der Bronzemedaillengewinner überquerte diese Höhe.
Einen heftigen Leistungssprung von fast zwei Metern demonstrierte Filip Hofmann im Diskuswurf. Unter den Spezialisten qualifizierte sich Hofmann mit 40,06 Meter nach drei Durchgängen sogar für den Endkampf der besten Acht. Die drei zusätzlichen Versuche dort wird der Zehnkampf-Kreisrekordhalter zwar in Dresden nicht bekommen aber in Hösbach nutze er einen der Bonuswürfe für 43,07 Meter. Mit dieser dritten Bestleistung für Filip Hofmann eine rundum gelungene Standortbestimmung für die Deutschen Meisterschaften.
Fotos: Claus Habermann, Jörg Behrendt



